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07.05. 07:30

DGAP-News: DEUTZ AG: DEUTZ-Motorengeschäft durch Corona-Krise belastet (deutsch)


DEUTZ AG: DEUTZ-Motorengeschäft durch Corona-Krise belastet

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DEUTZ AG: DEUTZ-Motorengeschäft durch Corona-Krise belastet

07.05.2020 / 07:30
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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* Rückgang des operativen Ergebnisses und der entsprechenden Gewinnmarge

* Weiterhin positive Entwicklung des margenstarken Servicegeschäfts

* Umsetzung der Strategie in China im Plan

DEUTZ-Konzern: Wesentliche Kennzahlen im Überblick

in Millionen Euro 1-3/202- 1-3/201- Veränderung in
0 9 %
Auftragseingang 356,7 514,5 -30,7
Absatz (in Stück) 40.069 47.735 -16,1
Umsatz 339,8 452,8 -25,0
Operatives Ergebnis (EBIT vor -11,8 25,1 <-100
Sondereffekten)
EBIT-Rendite vor Sondereffekten (in %) -3,5 5,5 -
Konzernergebnis -10,0 20,9 <-100
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,08 0,17 <-100
Eigenkapital 642,0 640,9 +0,2
Eigenkapitalquote (in %) 50,4 48,5 +3,9
Cashflow aus laufender -11,9 -2,8 <-100
Geschäftstätigkeit
Free Cashflow -35,5 -30,2 -17,5
Nettofinanzposition am 31.03 -65,6 21,3 <-100
Mitarbeiter (Anzahl zum 31.03) 4.815 4.723 +1,8
DEUTZ, ein weltweit führender Hersteller innovativer Antriebssysteme,
verzeichnete im ersten Quartal 2020 erwartungsgemäß eine insgesamt
rückläufige Geschäftsentwicklung. Ursächlich dafür ist inbesondere der durch
die Corona-Krise deutlich verstärkte globale Nachfragerückgang in
wesentlichen Abnehmerbranchen. Darüber hinaus wurde das
DEUTZ-Motorengeschäft durch den kundenseitig fortdauernden Abverkauf von
Vorbaumotoren belastet, der bereits zu einem niedrigen Niveau des
Auftragsbestands zum Jahresende 2019 führte.

"Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise sind deutlich spürbar und
belasten unser Geschäft in einem ohnehin herausfordernden Marktumfeld
zusätzlich. Nachdem wir im April große Teile unserer Produktion in Europa
zeitweise heruntergefahren hatten, läuft diese zwar schrittweise wieder an,
ihr Umfang ist jedoch maßgeblich von der Nachfrage unserer Kunden abhängig,
die sich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage stark rückläufig
entwickelt", so DEUTZ-CEO Dr. Frank Hiller. Um den neuen Herausforderungen
in Zeiten der Corona-Krise erfolgreich zu begegnen, hat DEUTZ seine "Vision
of Success 2020" definiert. "Die darin formulierten Leitlinien dienen uns in
dieser außergewöhnlichen Situation als Wegweiser und geben den Kurs vor, auf
dem wir DEUTZ bestmöglich durch die Krise lenken wollen", erklärt Hiller.

Um die Ergebnisentwicklung in einem schwierigen Marktumfeld abzusichern, hat
DEUTZ das Effizienzprogramm "Transform for Growth" aufgelegt. Gegenwärtig
erfolgt die detaillierte Ausgestaltung eines Maßnahmenkatalogs, mit dem die
Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns weiter gesteigert und die Komplexität
entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduziert werden soll.

Mit Blick auf die Neuaufstellung des Unternehmens im weltweit größten
Motorenmarkt China zieht der DEUTZ-Vorstandsvorsitzende eine positive
Zwischenbilanz: "Die Umsetzung unserer Chinastrategie verläuft weiterhin
nach Plan. Ein Bestandteil unserer "Vision of Success 2020" ist es,
notwendige Investitionen zur langfristigen Absicherung des
Unternehmenserfolgs beizubehalten - und dazu gehört auch, dass wir unsere
initiierten Wachstumsprojekte fokussiert weiter verfolgen."

Rückläufige Entwicklung der Vertriebszahlen - Marktnachfrage durch
Auswirkungen der Corona-Krise zusätzlich belastet

DEUTZ verbuchte im ersten Quartal 2020 Aufträge im Wert von insgesamt 356,7
Mio. EUR. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30,7% ist neben
einer hohen Vergleichsbasis, die aufgrund von Vorbaumotoren positiv
beeinflusst war, insbesondere auch auf einen deutlich verstärkten
Nachfragerückgang infolge der Corona-Krise zurückzuführen.

Während sich der Auftragseingang der Anwendungsbereiche Baumaschinen,
Material Handling, Landtechnik sowie Stationäre Anlagen stark rückläufig
entwickelte, erzielten der Bereich Sonstiges und das Servicegeschäft mit
einem Plus von 25,3% bzw. 8,9% deutliche Zuwächse. Der Auftragsanstieg im
Bereich Sonstiges ist dabei vor allem auf mehrere gewonnene Tender bei
Antrieben für Schienenfahrzeuge zurückzuführen, das Plus im Servicegeschäft
auf Mehrumsatz beim Teilehandel mit bestehenden Kunden sowie neu
abgeschlossene Serviceverträge.

Der Absatz des DEUTZ-Konzerns lag im Berichtszeitraum mit insgesamt 40.069
verkauften Motoren um 16,1% unter dem Vergleichswert. Mit Blick auf die
Anwendungen erzielte lediglich der Bereich Sonstiges eine signifikante
Absatzerhöhung um 257,3%. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus
der Einführung von Trolling-Motoren der DEUTZ-Tochter-gesellschaft Torqeedo,
deren Absatz sich gegenüber dem Vergleichszeitraum mit insgesamt 8.523
verkauften E-Motoren nahezu verfünffacht hat. Die Absatzeinbußen der
weiteren Anwendungsbereiche sind neben der rückläufigen Marktnachfrage
insbesondere auf negative Vorbaueffekte zurückzuführen.

Der Umsatz des DEUTZ-Konzerns verringerte sich im Berichtszeitraum im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,0% auf 339,8 Mio. EUR. Neben den
Auswirkungen der Corona-Krise ist diese Entwicklung zudem durch negative
Vorbaueffekte bedingt. Mit Blick auf die Anwen-dungsbereiche setzte
lediglich das Servicegeschäft seinen Wachstumskurs mit einem Umsatz-plus von
2,9% fort. Positiv entwickelte sich dabei insbesondere der Umsatz des
Werks-kundendiensts, der unter anderem durch Neukundenakquise der Ende 2019
erworbenen DPS Power Group deutlich gesteigert wurde.

Operatives Ergebnis u. a. infolge negativer Skaleneffekte deutlich
rückläufig

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) belief sich im ersten
Quartal 2020 auf -11,8 Mio. EUR nach 25,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum. Dieser
Rückgang ist im Wesentlichen auf das deutlich reduzierte Umsatzvolumen
infolge der Corona-Krise und des kundenseitigen Abverkaufs von Vorbaumotoren
bzw. der damit einhergehenden negativen Skaleneffekte zurückzuführen.
Darüber hinaus wurde das operative Ergebnis durch Zahlungen im Rahmen von
Fortführungsvereinbarungen mit Zulieferern in Insolvenzverfahren deutlich
belastet. Die EBIT-Rendite vor Sondereffekten belief sich im
Berichtszeitraum auf -3,5 % nach 5,5% im Vorjahreszeitraum.

Die negative Entwicklung des operativen Ergebnisses führte beim
Konzernergebnis zu einem Rückgang auf -10,0 Mio. EUR. Die positive Entwicklung
der Ertragssteuern ist im Wesentlichen auf latente Steuererträge
zurückzuführen. Das Ergebnis je Aktie lag gegenüber dem Vorjahreswert von
0,17 EUR bei -0,08 EUR.

DEUTZ Compact Engines: Segmentkennzahlen

in Millionen Euro 1-3/2020 1-3/2019 Veränderung
in %
Auftragseingang 255,3 409,3 -37,6
Absatz (in Stück) 26.993 38.970 -30,7
Umsatz 255,9 356,2 -28,2
EBIT vor Sondereffekten -16,7 18,5 <-100
EBIT-Rendite vor Sondereffekten (in %) -6,5 5,2 -
Das DCE-Segment verzeichnete im ersten Quartal 2020 gegenüber dem
Vergleichszeitraum einen Rückgang des Auftragseingangs um 37,6% auf 255,3
Mio. EUR. Im gleichen Zeitraum reduzierte sich der Absatz um 30,7% auf 26.993
verkaufte Motoren und der Umsatz um 28,2% auf 255,9 Mio. EUR. Mit Blick auf
die Anwendungsbereiche entwickelte sich lediglich das Servicegeschäft mit
einem Umsatzplus von 6,6% weiterhin positiv.

Das operative Segmentergebnis verschlechterte sich im ersten Quartal 2020
gegenüber dem Vorjahresquartal um 35,2 Mio. EUR auf -16,7 Mio. EUR. Diese
Entwicklung resultiert insbesondere aus dem um etwa ein Drittel reduzierten
Umsatzvolumen. Darüber hinaus wurde das Segmentergebnis durch die zuvor
genannten Zahlungen im Rahmen von Fortführungsvereinbarungen mit Zulieferern
in Insolvenzverfahren zusätzlich belastet.

DEUTZ Customized Solutions (DCS): Segmentkennzahlen

in Millionen Euro 1-3/2020 1-3/2019 Veränderung
in %
Auftragseingang 92,5 96,9 -4,5
Absatz (in Stück) 4.553 7.094 -35,8
Umsatz 74,8 91,2 -18,0
EBIT vor Sondereffekten 8,3 12,8 -35,2
EBIT-Rendite vor Sondereffekten (in %) 11,1 14,0 -
Der Auftragseingang des Segments DCS reduzierte sich im Berichtszeitraum um
4,5% auf 92,5 Mio. EUR. Während die Absatzzahlen einen Rückgang um 35,8% auf
4.553 Motoren verzeichneten, verringerte sich der Umsatz um 18,0% auf 74,8
Mio. EUR. Dabei entwickelte sich der Umsatz in allen Anwendungsbereichen
rückläufig.

Der signifikante Rückgang des operativen Segmentergebnisses um 35,2% auf 8,3
Mio. EUR ist im Wesentlichen auf das deutlich rückläufige Geschäftsvolumen
zurückzuführen.

Sonstiges: Segmentkennzahlen

in Millionen Euro 1-3/2020 1-3/2019 Veränderung
in %
Auftragseingang 9,7 9,2 +5,4
Absatz (in Stück) 8.523 1.671 >+100
Umsatz 9,9 6,3 +57,1
EBIT vor Sondereffekten -3,4 -6,2 +45,2
EBIT-Rendite vor Sondereffekten (in %) -34,3 -98,4 -
Das Segment Sonstiges, dem das Geschäft mit elektrischen Bootsmotoren von
Torqeedo und die im Oktober 2019 akquirierte Futavis GmbH zugeordnet sind,
verzeichnete im Berichtszeitraum eine insgesamt positive
Geschäftsentwicklung. Der Auftragseingang stieg insbesondere infolge der
Nachfrage nach neu eingeführten Trolling-Motoren um 5,4% auf 9,7 Mio. EUR.
Diese hatten im ersten Quartal 2020 bereits wesentlich zu einer
Verfünfachung der Absatzzahlen beigetragen Der Umsatz erhöhte sich mit einem
deutlichen Plus um 57,1% auf 9,9 Mio. EUR.

Das operative Ergebnis im Bereich Sonstiges verbesserte sich im
Berichtszeitraum um
2,8 Mio. EUR auf -3,4 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die
Entkonsolidierung des Gemeinschaftsunternehmens DEUTZ AGCO Motores S.A.
Haedo (Argentinien) im ersten Quartal 2019 zurückzuführen. Im Zuge der aus
Wesentlichkeitsgründen erfolgten Entkonsolidierung wurde das
Quartalsergebnis des Vorjahres durch Umbuchung der kumulierten negativen
Fremdwährungsdifferenzen aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und
Verlustrechnung wesentlich belastet. Demgegenüber stand das negative
operative Ergebnis der Futavis GmbH in Höhe von -0,4 Mio. EUR. Das operative
Ergebnis von Torqeedo hingegen hat sich einhergehend mit dem gestiegenen
Geschäftsvolumen deutlich verbessert.

Gesamtjahresprognose 2020 weiterhin ausgesetzt

Infolge der sich verschärfenden wirtschaftlichen Auswirkungen der
Corona-Pandemie hat DEUTZ zum Ende des Berichtszeitraums seine zuvor im
Rahmen der Veröffentlichung des Geschäftsberichts kommunizierte Prognose [1]
für das Geschäftsjahr 2020 ausgesetzt. [2] Die Abgabe einer aktualisierten
Prognose für das Geschäftsjahr 2020 ist weiterhin nicht möglich.

Zur weiteren Absicherung der finanziellen Stabilität und Flexibilität hat
der Vorstand der DEUTZ AG im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat beschlossen,
der Hauptversammlung am 25. Juni 2020 die Aussetzung der Dividendenzahlung
für das Geschäftsjahr 2019 vorzuschlagen. [3] Darüber hinaus befindet sich
das Unternehmen aktuell in fortgeschrittenen Verhandlungen hinsichtlich
einer weiteren Kreditlinie in Höhe eines niedrig dreistelligen
Millionen-Euro-Betrags.

Nächste Termine
25. Juni 2020: Ordentliche Hauptversammlung
11. August 2020: Ergebnisse H1/2020
10. November 2020: Ergebnisse Q1-Q3/2020

Kontakt
DEUTZ AG / Leslie Isabelle Iltgen / SVP Communications & Investor Relations
Tel.: +49 (0)221 822-3600 / E-Mail: Leslie.Iltgen@deutz.com

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Investor News kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen
enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der
Unternehmensleitung von DEUTZ beruhen. Verschiedene bekannte wie auch
unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen,
dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage oder die Entwicklung des
DEUTZ-Konzerns wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen.
Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die DEUTZ in veröffentlichten
Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen unter www.deutz.com zur
Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche
zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse
oder Entwicklungen anzupassen.

Über die DEUTZ AG
Die DEUTZ AG mit Hauptsitz in Köln ist einer der weltweit führenden
Hersteller innovativer Antriebssysteme. Die Kernkompetenzen des
börsennotierten Unternehmens liegen in der Entwicklung, Produktion, Vertrieb
und Service von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Antrieben für
professionelle Einsätze. Der Motorenspezialist verfügt über eine breite
Produktpalette im Leistungsbereich bis 620 kW, die unter anderem in Bau- und
Landmaschinen, Material-Handling-Anwendungen, stationären Anlagen sowie
Nutz- und Schienenfahrzeugen zum Einsatz kommt. Mit weltweit rund 4.900
Mitarbeitern und über 800 Vertriebs- und Servicepartnern in mehr als 130
Ländern erzielte DEUTZ im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 1.840,8
Millionen Euro.

Weitere Informationen finden Sie auf www.deutz.com.

[1] Vgl. Ad hoc-Mitteilung vom 2. März 2020.
[2] Vgl. Ad hoc-Meldung vom 25. März 2020.
[3] Vgl. Ad hoc-Mitteilung vom 4. Mai 2020.

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07.05.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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