26.02. 15:52

Ölpreise geben nach - Hoffnung auf Iran-USA-Gespräche


NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 69,86 US-Dollar. Das waren 99 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 1,18 Dollar auf 64,24 Dollar nach.

Die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran gehen in eine entscheidende Phase. An den Märkten ist laut Händlern die Zuversicht gewachsen, dass es zu einer Einigung kommen könnte. Dies belastete die Preise. Vertreter beider Staaten kamen am Donnerstag in Genf für eine dritte Verhandlungsrunde zusammen. Die Gespräche unter Vermittlung des Golfstaats Oman wurden am frühen Nachmittag zunächst für eigene Beratungen der jeweiligen Delegationen unterbrochen. Sie sollten am Abend fortgesetzt werden.

Die Ölpreise hatten sich zunächst in der laufenden Woche in der Nähe der Marke von 70 Dollar stabilisiert. Damit wurden die deutlichen Kursaufschläge der Vorwoche gehalten. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte der Iran mehr Erdöl exportierten, wodurch das Angebot auf dem Weltmarkt steigen und der Ölpreis entsprechend sinken dürfte. Allerdings könnte der Konflikt auch eskalieren.

Die Märkte warten zudem auf das Treffen des Ölkartells Opec+ am Wochenende. Laut Medienberichten erwarten einige Delegierte eine moderate Ausweitung der Förderung. Die Unsicherheit sei aber angesichts des Iran-Konfliktes hoch. Die Erwartung eines hohen Angebots an Rohöl dämpft tendenziell die Ölpreisentwicklung./jsl/la/he