Wegen Nahost-Krise: Spanien verlegt Irak-SpezialkrÀfte
MADRID (dpa-AFX) - Wegen des Iran-Kriegs und der verschlechterten Sicherheitslage im Nahen Osten hat Spanien seine im Irak eingesetzten SpezialkrĂ€fte vorĂŒbergehend verlegt. Die MilitĂ€rangehörigen seien ohne ZwischenfĂ€lle an sichere Orte gebracht worden und wohlauf, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid mit. Die den spanischen SpezialkrĂ€ften ĂŒbertragenen Aufgaben könnten derzeit im Irak "nicht wahrgenommen werden", hieĂ es.
Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders RTVE sind insgesamt rund 300 Angehörige der spanischen StreitkrĂ€fte im Irak in zwei Missionen eingesetzt: In der von den USA angefĂŒhrten Operation "Inherent Resolve" gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie in der Ausbildungsmission der Nato, in der im Juni ein spanischer General das Kommando ĂŒbernehmen soll.
Auch Italien zieht seine Truppen im Norden Iraks ab
Die Verlegung der SpezialkrĂ€fte sei in enger Abstimmung mit den irakischen Behörden sowie mit der internationalen Koalition erfolgt, betonte das spanische Verteidigungsministerium. Spaniens Engagement fĂŒr die StabilitĂ€t im Irak bleibe aber unverĂ€ndert. Wohin die Truppen genau und fĂŒr wie lange sie verlegt wurden, teilte Madrid zunĂ€chst nicht mit.
Nach einem Drohnenangriff auf eine MilitĂ€rbasis im Nordirak bereitete auch Italien den Abzug seiner Truppen vor: 102 Soldaten sind bereits zurĂŒck in Italien, 75 wurden nach Jordanien verlegt. FĂŒr die ĂŒbrigen sollte nach Angaben von Freitag eine Verlegung auf dem Landweg organisiert werden, um nach Italien zurĂŒckzukehren. Erst am Freitag hatte Frankreich mitgeteilt, dass bei einem Ă€hnlichen Angriff auf französische Truppen im Irak ein Soldat getötet und mehrere weitere verletzt wurden; PrĂ€sident Emmanuel Macron bezeichnete den Angriff als inakzeptabel./er/DP/zb