21.05. 07:20

GNW-News: DEUTSCHLAND BEI KI UNTER ZUGZWANG: VERTRAUEN, FÄHIGKEITEN UND FÜHRUNG BREMSEN UMSETZUNG


^* KI-Ambitionen wachsen schneller als die organisatorische Vorbereitung:
Weltweit erwarten 45 % der Führungskräfte die Integration von KI-Agenten
innerhalb eines Jahres, in Deutschland 39 %. Gleichzeitig rechnen nur 30 %
der Mitarbeitenden mit einer ähnlich schnellen Umsetzung.
* Beim Aufbau zukunftsrelevanter Kompetenzen zeigt sich Deutschland auf
globalem Niveau: Nur 23 % der Führungskräfte hierzulande (global: 22 %) sind
sehr zuversichtlich, dass ihre Organisation die notwendigen Fähigkeiten
entwickelt.
* Auch bei der Einbindung der Mitarbeitenden bleibt Deutschland leicht hinter
dem globalen Durchschnitt: Nur 35 % der Unternehmen vermitteln klar, wie KI
Chancen für Mitarbeitende schafft (global: 36 %), während lediglich 39 % der
Beschäftigten verstehen, wie ihre Arbeit zum Unternehmenserfolg beiträgt.
Zürich, Schweiz, 21. Mai 2026: Eine globale Studie der Adecco Group unter 2.000
C-Level-Führungskräften in 13 Ländern zeigt, dass Unternehmen die Einführung von
KI beschleunigen, es jedoch häufig an klarer Führung, Vertrauen in der
Belegschaft und dem Aufbau entsprechender Fähigkeiten fehlt, um diese Einführung
in messbare Ergebnisse zu überführen. Die Befragten sind für mehr als 8,6
Millionen Mitarbeitende verantwortlich und geben damit eine Perspektive aus dem
Top-Management darauf, wie KI Strategie, Kompetenzen und organisatorische
Bereitschaft verändert.
Der Bericht ?The human premium: Leadership beyond the algorithm" zeigt: 45 % der
Führungskräfte erwarten, dass KI-Agenten innerhalb der nächsten 12 Monate in
Arbeitsabläufe integriert werden. Gleichzeitig geben nur 36 % an, dass ihre
Talentstrategie klar vermittelt, wie KI Chancen für Mitarbeitende schafft. Dies
weist auf eine wachsende Lücke zwischen KI-Ambition und der tatsächlichen
Bereitschaft der Belegschaft hin.
?KI bewegt sich mit Software-Geschwindigkeit, organisatorisches Vertrauen jedoch
in menschlichem Tempo. Unternehmen, die diese Kluft ignorieren, werden
Schwierigkeiten haben, Innovationen in messbare Leistung zu überführen.
Erfolgreich werden diejenigen sein, die Technologie mit Transparenz,
Verantwortlichkeit und klaren Perspektiven für Mitarbeitende verbinden.
Führungskräfte tragen die Verantwortung, sicherzustellen, dass Menschen und
Technologie im Einklang zusammenarbeiten." - Denis Machuel, CEO der Adecco Group
?Die Erwartungen an den Einsatz von KI steigen rasant, doch vielerorts fehlt
noch die organisatorische Grundlage, um den Wandel erfolgreich zu gestalten.
Viele Unternehmen erkennen das Potenzial, doch Vertrauen, Transparenz und die
gezielte Entwicklung von Fähigkeiten halten oft nicht Schritt. So sehen
Führungskräfte in Deutschland die größte Chance von KI aktuell in der
Automatisierung von HR-Routineaufgaben, um Effizienz zu steigern. Gleichzeitig
geben nur 35 Prozent der Unternehmen in Deutschland an, dass ihre
Talentstrategie klar vermittelt, wie KI Chancen für Mitarbeitende schafft.
Entscheidend wird sein, Mitarbeitende frühzeitig einzubinden, sie beim Aufbau
zukunftsfähiger Kompetenzen zu unterstützen und klar zu vermitteln, wie KI
Chancen schafft und Arbeit verändert." - Peter Blersch, Country President
Germany & Regional Head Adecco DACH
KI-Ambitionen entwickeln sich schneller als die Abstimmung mit der Belegschaft
Die Studie zeigt eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Führungsebene und
der tatsächlichen organisatorischen Vorbereitung. Während weltweit 45 % der
Führungskräfte erwarten, dass KI-Agenten innerhalb eines Jahres in
Arbeitsprozessen eingesetzt werden, teilen nur 30 % der Mitarbeitenden diese
Einschätzung. Gleichzeitig fühlen sich 70 % der Mitarbeitenden bereit, mit KI-
Agenten zusammenzuarbeiten, während nur 39 % der Führungskräfte glauben, dass
dies der Fall ist. Dies deutet darauf hin, dass die Belegschaft möglicherweise
weiter ist, als Führungskräfte annehmen, während Kommunikation und Abstimmung
hinter der technologischen Entwicklung zurückbleiben.
Im Bericht werden KI-Agenten als der dominierende neue Megatrend identifiziert,
der Unternehmen heute und in den kommenden fünf Jahren prägen wird. Damit wird
deutlich, wie schnell sich das Thema von ersten Experimenten zu einer Priorität
auf Vorstandsebene entwickelt hat.
Vertrauen, Fähigkeiten und Führungskompetenz sind die entscheidenden Hebel
Die Ergebnisse zeigen, dass die Herausforderung nicht allein in
Technologieinvestitionen liegt. Nur 22 % der Führungskräfte geben an, sehr
zuversichtlich zu sein, dass ihre Organisationen die erforderlichen digitalen
und zukunftsrelevanten Fähigkeiten entwickeln. Nur 31 % sehen ausreichende KI-
Kompetenzen im Management, um Risiken und Chancen richtig einzuordnen. Lediglich
36 % sagen, dass ihre Talentstrategie klar vermittelt, dass KI Chancen schafft,
statt Arbeitsplätze zu ersetzen, und nur 39 % binden Mitarbeitende aktiv in die
Neugestaltung von Rollen ein.
Insgesamt deutet die Ergebnisse darauf hin, dass viele Organisationen noch nicht
ausreichend klar kommunizieren, wie KI Rollen, Karrieren und Wertschöpfung
verändern wird. Für Vorstände und CEOs wird die Einführung von KI damit nicht
nur zu einer technologischen Herausforderung, sondern auch zu einer Frage von
Führung, Governance und Talentstrategie.
Zukunftsorientierte Organisationen zeigen, wie erfolgreiche Umsetzung aussieht
Der Bericht identifiziert eine kleine Gruppe zukunftsfähiger Unternehmen:
menschenzentrierte, technologiegestützte Organisationen, die aus Künstlicher
Intelligenz bereits strategischen Mehrwert ziehen. Obwohl der Anteil der
Unternehmen, die dieser Definition entsprechen, im vergangenen Jahr um vier
Prozentpunkte zurückgegangen ist, liefern diese Organisationen einen klareren
Umsetzungsfahrplan, da Unternehmen sich zunehmend von der KI-Euphorie hin zur
konkreten Implementierung bewegen.
In diesen Organisationen geben 49 % an, dass sie einen ausgereiften Ansatz zur
Messung von Vertrauen verfolgen, im Vergleich zu 18 % in anderen Unternehmen.
Zudem berichten sie deutlich häufiger von einer hoch anpassungsfähigen
Belegschaft (76 % gegenüber 42 %). Die Ergebnisse zeigen, dass Organisationen,
die Vertrauen systematisch messen, besser in der Lage sind, Menschen- und
Technologiestrategien zu verzahnen, Anpassungsfähigkeit zu stärken und mehr Wert
aus KI zu generieren.
Was Führungskräfte jetzt tun sollten
Der Bericht empfiehlt drei Prioritäten für Führungskräfte:
eine klare KI-Roadmap kommunizieren, die zeigt, wie Technologie die
Geschäftsstrategie unterstützt und Chancen für Mitarbeitende schafft;
Mitarbeitende frühzeitig einbinden, um die Entwicklung von Rollen, Fähigkeiten
und Karrierepfaden zu verstehen; sowie Daten zur Belegschaft, transparente
Governance und gezielte Investitionen in Kompetenzen nutzen, um Vertrauen und
Anpassungsfähigkeit zu stärken.
Zum vollständigen Bericht: The human premium: Leadership beyond the algorithm
(https://www.adeccogroup.com/our-thinking/flagship-research/business-leaders-
research-
2026?utm_medium=organic&utm_source=linkedin&utm_campaign=businessleaders_2026&ut
m_term=download&utm_content=tag_de)
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Über The Adecco Group
Die Adecco Group ist das weltweit führende Unternehmen für Talent- und
Technologielösungen. Unser Ziel ist es, die Zukunft der Arbeit für alle zu
gestalten. Mit unseren drei globalen Geschäftsbereichen - Adecco, Akkodis und
LHH - sind wir in 60 Ländern tätig. Wir fördern nachhaltige und lebenslange
Beschäftigungsfähigkeit, liefern digitale und Engineering-Lösungen für die
Transformation zur Smart Industry und unterstützen Unternehmen dabei, ihre
Belegschaften optimal einzusetzen. Die Adecco Group handelt verantwortungsvoll
und setzt sich für nachhaltige Beschäftigung sowie widerstandsfähige
Volkswirtschaften und Gesellschaften ein. Die Adecco Group AG hat ihren
Hauptsitz in Zürich, Schweiz (ISIN: CH0012138605) und ist an der SIX Swiss
Exchange (ADEN) gelistet.
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