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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Uneinheitlich und wenig bewegt


FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Verlusten zum Wochenauftakt hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstagvormittag relativ träge und ohne klare Richtung präsentiert. Der Dax legte zuletzt um 0,2 Prozent auf 24.665 Punkte zu. Tags zuvor war der Leitindex auf den niedrigsten Stand seit fast drei Wochen abgetaucht und hatte die 21-Tage-Linie unterschritten, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt.

Der MDax mit den mittelgroßen Börsenunternehmen sank hingegen am Dienstag um 0,4 Prozent auf 31.990 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,5 Prozent nach oben.

Gebremst wird die Kauflaune der Anleger weiterhin von der unsicheren Lage in Nahost. Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben.

"Zwischen Krisenrauschen, geldpolitischen Fragezeichen und der KI-Euphorie als strukturellem Wachstumstreiber fehlt Anlegern derzeit ein verlässliches Navigationssignal. Ohne klare Leitplanken bleibt das Marktumfeld schwer navigierbar", kommentierte Marktexperte Timo Emden.

Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland startete - gestützt von einer besseren Entwicklung im Baugewerbe - mit einem Produktionsanstieg ins zweite Quartal. Im April legte die Fertigung in den Unternehmen im Monatsvergleich um 0,4 Prozent zu. Analysten hatten diesen Anstieg erwartet.

Halbleiterwerte setzten nach dem jüngsten Rücksetzer zu einer Erholung an. Börsianer vermuten, dass die KI-Fantasie von dem jüngsten Kursrutsch unbeeindruckt bleibt. Bereits am Vorabend hatten US-Branchenwerte schwungvoll zugelegt. An der technologielastigen Börse in Südkorea sprangen die Titel des Branchenriesen SK Hynix am Dienstag um 16 Prozent an. Für die Papiere von Infineon , Aixtron , Suss und PVA Tepla ging es um bis zu zweieinhalb Prozent aufwärts.

Angekündigte Anleihe-Emissionen belasteten die Aktien von Evonik und K+S . Letztere fielen als MDax-Schlusslicht um 4,0 Prozent nach der Mitteilung, dass der Düngemittelkonzern die Ausgabe einer Wandelanleihe im Nennwert von etwa 300 Millionen Euro plant. Sie unterschritten damit erstmals seit Mitte Januar wieder die 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend. Die Evonik-Papiere büßten 3,0 ein. Der Großaktionär des Spezialchemiekonzerns, die RAG-Stiftung, will eine neue Umtauschanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von rund 375 Millionen Euro begeben, die dann von Investoren in bestehende Stammaktien von Evonik umtauschbar sein soll.

Papiere aus dem Rüstungssektor litten unter einem negativen Analystenkommentar. Nach einer langen Phase mit einer optimistischen Einstellung stufte die US-Investmentbank Morgan Stanley ihr Votum für die Branche auf "Equal-weight" ab. Dem Sektor mangele es derzeit an weiterem Schwung in puncto Gewinn- und Kurszielerwartungen, schrieb Strategin Marina Zavolock zur Begründung. Langfristig sehe sie Rüstungswerte aber weiterhin positiv. Die Titel von Rheinmetall , Hensoldt und Renk verbuchten Kursrückgänge zwischen 0,8 und 1,5 Prozent.

Die Anteilsscheine von Secunet bewegen sich klar im Minus, da sie am Dienstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden./edh/stk