Aktien Frankfurt: Autowerte bremsen Dax vor US-Zinsentscheid
FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von einer Gewinnwarnung des Autobauers BMW muss der Dax
Nach der gekappten Prognose von BMW
Gespannt wird auf die US-Zinsentscheidung geblickt, weil es die erste unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh ist. Da keine schnelle Zinsänderung erwartet wird, stehen wohl seine begleitenden Äußerungen im Mittelpunkt des Geschehens. Laut dem Marktbeobachter Maximilian Wienke vom Broker eToro wollen Anleger vor allem wissen, ob die Fed unter dem Druck des US-Präsidenten Donald Trump unabhängig bleibt.
"Der deutliche Rückgang der Ölpreise im Zusammenhang mit dem US-Iran-Abkommen verschafft Warsh bei seinem heutigen Debüt etwas mehr Spielraum und verringert ein wenig die Risiken, die mit dem Treffen verbunden sind", glaubt der Experte Krishna Guha vom US-Analysehaus Evercore ISI. Er geht aber davon aus, dass die Risiken durch den Antritt des neuen Fed-Chefs immer noch höher sind als sonst üblich. Warsh bewege sich auf einem "schmalen Grat".
Auf Unternehmensseite hatte BMW am Vorabend mit gekappten Prognosen die Anleger geschockt. Gründe sind die Marktschwäche in China und der Iran-Krieg. Gleich mehrere Experten sprachen von einer "großen" oder "bedeutenden" Gewinnwarnung. Der Autobauer rechnet in diesem Jahr nur noch mit einer operativen Gewinnmarge von einem bis drei Prozent. Die Kürzung an sich ist laut dem Deutsche-Bank-Analysten Tim Rokossa keine Überraschung, sehr wohl aber das Ausmaß. Bisher hatte das Management 4 bis 6 Prozent Marge veranschlagt.
Für die BMW-Aktien ging es am Morgen in der Spitze um zwölf Prozent abwärts, erst bei knapp 60 Euro konnten sie sich auf einem Tief seit 2020 fangen. Zuletzt war der Abschlag dann etwa sieben Prozent groß. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einem Weckruf für die gesamte Branche. Mercedes-Benz
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