12.07. 20:35

dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende


ROUNDUP: VW-Krise ohne Schließungen? Blume: 'Intelligentere Lösungen'

WOLFSBURG - Nach den Medienberichten über die Streichung von mehr als 100.000 Stellen geht in der Belegschaft von Volkswagen die Angst vor der Schließung von ganzen Standorten um. Nun meldete sich Konzernchef Oliver Blume im Ringen um die Zukunft von Deutschlands größtem Automobilhersteller zu Wort: Er sieht Alternativen zu Fabrikschließungen. "Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen", sagte Blume der "Bild am Sonntag".

ROUNDUP: Apple verklagt ChatGPT-Firma OpenAI

SAN FRANCISCO - Apple wirft dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und zwei ehemaligen Mitarbeitern in einer Klage Diebstahl von Firmengeheimnissen vor. Einer der beiden ist Tang Tan, ein ehemaliger ranghoher Apple-Designer, der heute Hardware-Chef von OpenAI ist. In dieser Funktion spielt er eine zentrale Rolle bei der Arbeit an einem neuartigen Gerät, das die ChatGPT-Firma auf die Nutzung mit Künstlicher Intelligenz ausrichten will.

BVB bestätigt: Adeyemi für Vertragsgespräche freigestellt

DORTMUND - Borussia Dortmunds Offensivspieler Karim Adeyemi steht unmittelbar vor einem Wechsel zum spanischen Fußball-Meister FC Barcelona. Der schnelle Flügelspieler fehlte bei der Leistungsdiagnostik der Dortmunder vor dem Start in die Vorbereitung, weil er für Gespräche mit einem anderen Verein freigestellt sei, teilte der Verein auf der Plattform X mit.

Daimler-Truck-Chefin: Existenz der Branche in Europa bedroht

BERLIN - Für die Chefin von Daimler Truck , Karin Rådström, ist die Existenz der Nutzfahrzeugindustrie in Europa in Gefahr. "Wenn die CO2-Regulierung unverändert bleibt, setzt Europa die Wettbewerbsfähigkeit seiner Nutzfahrzeugindustrie aufs Spiel", sagte Rådström im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie glaube nicht, dass die Politik die Dringlichkeit verstanden habe. Rådström ist derzeit auch Vorsitzende des Nutzfahrzeug-Ausschusses des Verbands europäischer Automobilhersteller (Acea).

ROUNDUP: Zehntausende Beschwerden über die Post

BONN - Aus Frust über verlegte, verlorene oder beschädigte Briefe und Pakete haben Verbraucher Zehntausende Beschwerden bei einer Behörde eingereicht. Wie aus der Website der Bundesnetzagentur hervorgeht, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 35.728 kritische Wortmeldungen beim sogenannten Mängelmelder ein. Im Vorjahreszeitraum hatte die Behörde 22.981 Beschwerden gezählt und damit so viele wie noch nie. Die Zahlen sind laut Netzagentur aber nicht vergleichbar, da sich die Methodik geändert hat.

EU-Kommission prüft Porta-Übernahme durch XXXLutz

PORTA WESTFALICA - Die Europäische Kommission untersucht die Übernahme von Porta durch den österreichischen Möbelriesen XXXLutz wegen möglicher Verstöße gegen EU-Wettbewerbsrecht. Konkret stehen die Unternehmen im Verdacht, mit der Durchführung der Übernahme nicht abgewartet zu haben, bis eine Genehmigung dafür vorlag, wie die Brüsseler Wettbewerbshüter mitteilten.

Voigt: Gespräch über Simson-Sonderstatus mit der EU

ERFURT - Thüringen startet nach Angaben von Ministerpräsident Mario Voigt einen neuen Anlauf, damit auch Reimporte von Simson-Mopeds mit Tempo 60 in Deutschland unterwegs sein können. "Wir sind da weiter dran", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Dabei gehe es um europarechtliche Fragen, die geklärt werden müssten.

Jobabbau bei O2: Gewerkschaft wirft Firma Planlosigkeit vor

MÜNCHEN - Der geplante Jobabbau beim Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica stößt bei der Gewerkschaft Verdi auf scharfe Kritik. "Wir fürchten, dass es um ein reines Sparprogramm geht, das vom spanischen Mutterkonzern angeordnet ist - ohne dass es einen genauen Plan gibt, wie sich das Unternehmen in Deutschland positiv weiterentwickeln kann", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Christoph Heil der Deutschen Presse-Agentur in München.

Audi-Standort Neckarsulm: OB fordert Klarheit von Volkswagen

NECKARSULM - Der Oberbürgermeister von Neckarsulm, Steffen Hertwig (SPD), fordert vom Volkswagen-Konzern rasch Klarheit über die Zukunft des Audi-Standorts. "Es muss offen auf den Tisch, welche Überlegungen es gibt, welche Alternativen geprüft werden, und welche Rolle dieser Standort künftig im Konzern spielen kann", teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit. Man werde alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen Standort zu retten und dabei zu unterstützen, ihn zukunftsfest zu machen.

Dudenhöffer fordert Ende der 35-Stunden-Woche bei VW

OSNABRÜCK - Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer fordert angesichts der Krise der deutschen Autoindustrie eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich bei Volkswagen . Damit könne man "das Problem der hohen Produktionskosten" zumindest teilweise lösen, sagte der Leiter des privaten Instituts Center Automotive Research (CAR) der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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