EQS-Adhoc: Lenzing AG: Lenzing AG treibt strategische Transformation voran (deutsch)
Lenzing AG: Lenzing AG treibt strategische Transformation voran
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EQS-Ad-hoc: Lenzing AG / Schlagwort(e): Strategische
Unternehmensentscheidung
Lenzing AG: Lenzing AG treibt strategische Transformation voran
27.07.2026 / 19:42 CET/CEST
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Lenzing AG treibt strategische Transformation voran: Fokus auf
Vliesstoffanwendungen und Neuausrichtung des Textilgeschäfts; Geplanter
Ausstieg aus ausgewählten Standorten; erwartete, nicht zahlungswirksame
Wertminderungen von bis zu EUR 150 Mio. im Jahr 2026; mittelfristig
EBITDA-Marge zwischen 20-25% und Verschuldungsgrad unter 2,5x angestrebt;
umfassendes Refinanzierungspaket mit vollständig garantierter
Kapitalerhöhung von bis zu EUR 300 Mio., vorbehaltlich der Zustimmung der
außerordentlichen Hauptversammlung am oder um den 25. August 2026, sowie
neue Finanzierungsvereinbarungen bis zu EUR 300 Mio.
Lenzing, 27. Juli 2026 - Der Vorstand der Lenzing AG ("Lenzing") hat heute
mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die strategische
Transformation des Unternehmens weiter voranzutreiben. Ziel ist, den Fokus
auf Vliesstoffanwendungen zu verstärken und gleichzeitig das Textilgeschäft
neu auszurichten. Lenzing beabsichtigt, ihr Vliesstoffgeschäft bis 2030
deutlich auszubauen.
Im Zuge dieser Transformation konsolidiert Lenzing ihr Produktionsnetzwerk
für Fasern parallel zum laufenden Verkaufsprozess des indonesischen
Viskosestandorts PT South Pacific Viscose. Darüber hinaus plant Lenzing, die
Produktion an den Faserstandorten Heiligenkreuz (Österreich) bis Ende 2026
und Grimsby (Vereinigtes Königreich) bis Ende 2027 einzustellen. Die
Herstellung von Spezialfasern soll auf die Kernproduktionsstandorte der
Lenzing Gruppe verlagert werden, um eine stabile und verlässliche Versorgung
der Kunden sicherzustellen.
Als Teil dieser Standortkonsolidierung erwartet die Lenzing AG, im Jahr 2026
Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte, insbesondere auf
Sachanlagen, in Höhe von bis zu EUR 150 Mio. zu erfassen. Diese nicht
zahlungswirksamen Wertminderungen (Abschreibungen) werden voraussichtlich
das Konzern-EBIT sowie das Konzernergebnis 2026 negativ beeinflussen, haben
jedoch keine Auswirkungen auf das EBITDA im Jahr 2026. Darüber hinaus werden
Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen von
bis zu EUR 40 Mio. das EBITDA im Jahr 2026 voraussichtlich belasten.
Das strategische Ziel des Unternehmens ist, mittelfristig wieder
Umsatzwachstum mit einer EBITDA Steigerung von EUR 150 Mio. und einer EBITDA
Marge von 20-25% zu erreichen sowie den Verschuldungsgrad (Leverage) unter
2,5x zu senken.
Die Transformation der Lenzing Gruppe wird von einem umfassenden
Refinanzierungspaket begleitet, das die Finanzstruktur des Unternehmens
nachhaltig stärken soll. Dieses umfasst neue Finanzierungsvereinbarungen mit
einem Gesamtvolumen von bis zu EUR 300 Mio. sowie die Verlängerung
bestehender Finanzverbindlichkeiten, deren Laufzeiten bis 2030 ausgedehnt
werden sollen. Die Wirksamkeit des Refinanzierungspakets hängt von der
Durchführung einer Kapitalerhöhung in Höhe von 300 Mio. EUR ab.
Der Vorstand hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine
außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen, die voraussichtlich am oder
um den 25. August 2026 abgehalten wird, und den Aktionärinnen und Aktionären
eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten und Abschlag auf den Börsenkurs, im
Volumen von bis zu EUR 300 Mio. vorzuschlagen, wobei den bestehenden
Aktionären von Lenzing anteilige Bezugsrechte zugeteilt werden.
Das von der B&C Gruppe und Suzano gebildete Syndikat, das zusammen indirekt
rund 52,25 % des Grundkapitals von Lenzing hält, hat sich vorbehaltlich der
üblichen Bedingungen unwiderruflich verpflichtet, an der Kapitalerhöhung mit
einer Investition von bis zu EUR 156,7 Mio. teilzunehmen, was seinem Anteil
von rund 52,25 % an der Kapitalerhöhung entspricht. Die Oberbank AG, die
rund 3,86 % des Grundkapitals von Lenzing hält, hat sich ebenfalls,
vorbehaltlich der üblichen Bedingungen verpflichtet, an der Kapitalerhöhung
mit einer Investition von bis zu rund EUR 11,6 Mio. teilzunehmen, was ihrem
Anteil von rund 3,86 % an der Kapitalerhöhung entspricht. Eine Gruppe
internationaler Banken hat sich verpflichtet, vorbehaltlich der für ähnliche
Transaktionen marktüblichen Bedingungen, alle Aktien zu zeichnen, die nicht
von Lenzing-Aktionären gezeichnet werden.
Weitere Details zur Einberufung der außerordentlichen Hauptversammlung sowie
zur geplanten Kapitalerhöhung und dem Bezugsrechtangebot werden zu gegebener
Zeit bekannt gegeben.
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(einschließlich ihrer Territorien und Besitzungen, aller Bundesstaaten der
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