ROUNDUP/Trotz Krise: Norma Group verdient im Tagesgeschäft mehr
MAINTAL (dpa-AFX) - Die Schwäche der europäischen Autobauer macht dem Zulieferer Norma Group
Die Norma-Aktie verlor am Dienstagvormittag nach anfänglichen Kursgewinnen 0,6 Prozent auf 18,68 Euro und gehörte damit zu den etwas schwächeren Titeln im Kleinwerte-Index SDax
Im zweiten Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um 0,6 Prozent auf knapp 212 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) sprang jedoch von 2,3 auf 7,6 Millionen Euro nach oben.
Während der Umsatz rund um Mobilität und neue Energien wegen der Schwäche der Autoindustrie um vier Prozent auf gut 141 Millionen Euro sank, legte er im Bereich Industrieanwendungen um sieben Prozent zu.
Vorstandschefin Seeger sieht sich dadurch in den Umbauplänen für das Unternehmen bestätigt: "Im zweiten Quartal haben wir gezeigt, dass 'NewNorma' wirkt." So habe das Unternehmen seine Profitabilität in einem "weiterhin anspruchsvollen Umsatzumfeld" verbessert. Besonders erfreulich sei die starke Entwicklung der Industriesparte mit neuen Aufträgen rund um Rechenzentren, Batterie-Energiespeichersysteme und Energieinfrastruktur.
Für das laufende Jahr rechnet die Managerin mit einem kleinen Umsatzwachstum um 0 bis 2 Prozent. Im vergangenen Jahr war der Erlös um fast sieben Prozent auf knapp 822 Millionen Euro zurückgegangen. Nun sollen 2 bis 4 Prozent des Erlöses als bereinigter operativer Gewinn (bereinigtes Ebit) hängen bleiben. Im zweiten Quartal lag diese Marge mit 3,6 Prozent im oberen Bereich der Zielspanne. Im Gesamtjahr 2025 war sie um fast 3 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent gefallen.
Im Zuge des Umbaus hat die Gesellschaft Anfang des Jahres ihr Geschäft mit Wassermanagement verkauft. Seeger will das Unternehmen stärker auf das Kerngeschäft mit Verbindungslösungen und industriellen Anwendungen fokussieren und Norma mehr auf wachstumsstarke Kundensegmente ausrichten.
Um Kosten zu sparen, standen zuletzt Standorte weltweit auf dem Prüfstand. Nun will die Norma Group am 19. Oktober über "die nächsten Schritte ihrer strategischen Weiterentwicklung informieren", hieß es.
In China hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits zwei Werke geschlossen und wollte bis 2028 zuletzt rund 400 Stellen weltweit streichen. Die ersten 100 waren im vergangenen Jahr weggefallen. Ende Juni beschäftigte Norma knapp 6.100 Menschen./stw/men/jha/