Deutsche Anleihen: Leichte Kursgewinne - Ölpreise belasten nicht
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Donnerstag kaum bewegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Die erneut gestiegenen Ölpreise belasteten die Anleihen nicht. Ein Ende des Iran-Kriegs und die Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump sprach von wirtschaftlicher Kriegsführung und einer Isolation des Irans im nie dagewesenen Ausmaß, an der sich auch Verbündete der Vereinigten Staaten beteiligen sollen. Viele Fragen rund um das Drohszenario bleiben derweil offen - etwa welche Konsequenzen Trump für Verbündete im Sinn hat, die sich nicht daran beteiligen.
Zuletzt hatten die wachsenden Inflationsgefahren durch die gestiegenen Ölpreise die Anleihekurse tendenziell belastet, da so eine Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) als wahrscheinlicher gilt. Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen, hatte am Mittwoch die Kurse von US-Staatsanleihen beflügelt und so den Aufwärtsdruck von den Renditen genommen.
"Fundamental ändern die Rückkäufe nichts", hießt es allerdings in einer Einschätzung von Analysten der Dekabank zur Ausweitung von Anleihekäufen in den USA. Allerdings habe die Maßnahmen eine "Signalwirkung" und daher seien die Marktreaktionen kräftig ausgefallen. Die Auswirkungen auf den deutschen Markt hielten sich aber in Grenzen und am Donnerstag beruhigte sich auch die Lage an den anderen Märkten. Die hohe Staatsverschuldung der USA macht an den Finanzmärkten zunehmend Sorgen. Sie ist zum ersten Mal auf mehr als 40 Billionen Dollar gestiegen./jsl/he