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ROUNDUP/Schwache Staplernachfrage: Kion senkt Ziele - Aktien legt Absturz zu


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der erhoffte Aufschwung ist beim Stapler-Hersteller Kion bislang ausgeblieben. Die Frankfurter senkten am Mittwoch ihre Prognose für das laufende Jahr, die ursprünglichen Mittelfristziele sind zudem nicht mehr erreichbar. Der Auftragseingang im Stapler-Segment habe sich im dritten Quartal nicht wie erwartet entwickelt, begründete das Unternehmen die Gewinnwarnung. Auch wurden vorläufige Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt, die die Markterwartungen verfehlten. Anleger hatten die Misere schon befürchtet, die Aktie konnte sich nach kurzfristigen Verlusten daher rasch berappeln.

In einer ersten Reaktion verlor das im MDax notierte Papier zunächst rund 7 Prozent, fing sich dann aber und notierte zuletzt wieder mit fast drei Prozent plus in der Gewinnzone. In einem Investoren-Briefing hatte das Unternehmen bereits vor knapp zwei Wochen eine träge Geschäftsentwicklung signalisiert. Einige Analysten hatten daher eine Senkung der Jahresziele schon befürchtet. Zudem hat sich der Aktienkurs von Kion seit dem Jahreswechsel bereits in etwa halbiert.

Das Management um Chef Rob Smith erwartet 2026 nun einen Umsatz zwischen 11,45 und 11,75 Milliarden Euro, statt zuvor 11,525 und 12,025 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll zwischen 815 und 875 Millionen Euro liegen. Bislang hatte Kion 880 bis 980 Millionen Euro auf dem Zettel. Das eigentlich für nächstes Jahr avisierte Ziel einer zweistelligen operativen Marge wird erst nach 2027 zu erreichen sein, hieß es weiter.

Kion und seine Wettbewerber leiden anhaltend unter der schwachen wirtschaftlichen Lage in Europa und insbesondere in Deutschland. Daher greifen viele ihrer Kunden momentan eher zu günstigeren Maschinen und planen auch noch keine Großprojekte, etwa für neue Lagerhallen. Zudem drängen chinesische Unternehmen in den Markt und machen Kion und Co die Kunden insbesondere im unteren Preissegment streitig.

Den vorläufigen Zahlen zufolge erzielte Kion im dritten Quartal einen Umsatz von 2,835 Milliarden Euro, was knapp 5 Prozent mehr wäre als ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis dürfte sich um knapp 7 Prozent auf 203 Millionen Euro verbessert haben.

Im großen, angestammten Geschäft mit Gabelstaplern und anderen Flurförderzeugen verdiente Kion allerdings weniger als im Vorjahreszeitraum. Zudem liegen die Ergebnisse damit unter den durchschnittlichen Erwartungen der vom Unternehmen befragten Analysten./lew/nas/mis