ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste reduziert - Öl wieder unter 100 Dollar
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Das Kriegsgeschehen im Nahen Osten und damit steigende Energiepreise haben die europäischen Börsen zum Wochenstart abermals durchgeschüttelt. Zunächst hatte der heftige Anstieg der Ölpreise die Aktienkurse am Montag auf Talfahrt geschickt, doch verringerten sich die Verluste im Handelsverlauf spürbar, nachdem der Ölpreis seine Gewinne deutlich eingegrenzt hatte.
Zuletzt kostete ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent wieder knapp unter 100 US-Dollar, nachdem der Preis zeitweise auf knapp 120 Dollar in die Höhe geschnellt war. Ähnlich ausgeprägt war zeitweise der Anstieg des Preises für in Amsterdam gehandeltes Flüssiggas gewesen. Gleichwohl blieben am Aktienmarkt die Inflations- und Wachstumssorgen präsent.
Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure auf eine entsprechende Frage in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50
Außerhalb der Eurozone gab der britische Leitindex FTSE 100
Nicola Grass, Portfolio-Manager der Zürcher Kantonalbank, schrieb zum aktuellen Marktgeschehen: "Die Schwierigkeiten bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus halten an und Fortschritte bei einem möglichen Machtwechsel in Teheran bleiben aus." Der Iran beweise zudem die Fähigkeit, kritische Infrastrukturen in benachbarten Ländern anzugreifen.
In dieser Gemengelage verzeichnete europaweit nur der Sektor der Öl- und Gasproduzenten
Diese Konjunktursorgen bekamen die Rohstoffproduzenten
In Zürich fielen Roche-Aktien
Novo Nordisk