ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Leichte Verluste - Konjunktursorgen belasten
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag unter der Intensivierung des Iran-Kriegs gelitten. Die damit einhergehenden, anhaltend hohen Ölpreise schürten am Markt weiter Konjunktur- und Inflationssorgen. Die Schwankungen im Tagesverlauf am Rohölmarkt und auch an den Börsen zeugten davon, dass vor dem Wochenende eine gewisse Nervosität herrschte vor dem, was die kommenden Tage im Iran-Krieg mit sich bringen könnten.
Der EuroStoxx 50
Außerhalb der Eurozone fiel der britische Leitindex FTSE 100
Ungeachtet der Sorgen um die Blockade der Straße von Hormus sehen sich die USA im Iran-Krieg weiter auf dem Weg zum Erfolg. Die US-Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.
Experten wie Portfoliomanager Rhynhardt Roodt von Ninety One blieben gleichwohl skeptisch: "Die Märkte preisen das Risiko eines länger andauernden Konflikts ein, der Europa und Asien stärker treffen würde als die USA." Bei einem Ölpreis von dauerhaft über 100 US-Dollar seien die Inflationserwartungen wahrscheinlich zu niedrig. Fachleute der US-Investmentbank Goldman Sachs warnten, die Ölpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die Straße von Hormus den März hindurch eingeschränkt blieben.
Erneut schwach zeigten sich europaweit die besonders konjunktursensiblen Branchen. Besonders stark unter Druck gerieten Rohstofftitel
Unter den Einzelwerten trieben Übernahmespekulationen die Aktien von BE Semiconductor
LVMH
Die Anteilsscheine von Telefonica