ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste nach Erholung - Ölpreise steigen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Erholungsrally zur Wochenmitte ist am deutschen Aktienmarkt Ernüchterung eingekehrt. Bei wieder gestiegenen Ölpreisen gaben die wichtigsten Indizes am Donnerstag deutlich nach. Angesichts der verheerenden Luftangriffe Israels im Libanon drohte der Iran, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte.
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"Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte vierzehntägige Waffenruhe zeigt sich als ein sehr wackeliges Konstrukt", schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. Es sei zu erwarten gewesen, dass sich die Verhandlungen und die Aufrechterhaltung der Waffenruhe als sehr schwierig zeigen werden. Die Situation im Iran ist dem Experten zufolge weiterhin verworren und die vereinzelten Randkriegsschauplätze verkomplizierten die Situation zusätzlich.
Die Ölpreise bleiben der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt, und damit die Risikofreude der Anleger. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war tags zuvor mit fast 90 US-Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt. Inzwischen kostet Brent-Öl wieder gut 98 Dollar. "Es zeichnet sich dadurch keine Entlastung für die energieabhängige deutsche Industrie und den europäischen Verbraucher ab", fuhr Lipkow fort.
Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades mahnte insgesamt zur Vorsicht: "Die Angst vor neuen geopolitischen Beben bleibt das dominierende Narrativ." Anleger reagierten extrem nervös auf jeden Newsticker - sei es zur finalen Öffnung der Straße von Hormus oder gar zu den brandgefährlichen Diskussionen über einen US-Austritt aus dem Militärbündnis Nato.
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