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25.08. 09:36 26.209,00 +0,39%
25.08. 08:17

Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Gewinne für den Dax über 26.000 Punkte


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften auch am Dienstag vorsichtig bleiben vor womöglich wegweisenden Ereignissen im Wochenverlauf. Dazu zählen Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch und Signale zur US-Geldpolitik, wenn am Freitag Fed-Präsident Kevin Warsh auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole spricht.

Der Dax hatte sich am Vortag über der 26.000-Punkte-Marke behauptet und danach sieht es auch am Dienstag aus. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor Handelsbeginn ein Kursplus von 0,3 Prozent auf 26.196 Punkte.

Im Iran-Krieg deutete die US-Regierung am Vorabend den Wandel hin zu einem "Wirtschaftskrieg" an, bei dem Teheran komplett von der Weltwirtschaft isoliert werden soll. Im Verlauf des US-Handels, der von schwachen Chipwerten geprägt war, hatte dies die Märkte kaum bewegt. In Asien war das Bild über Nacht zudem durchwachsen.

Experten bezeichneten die US-Pläne noch als zu unpräzise. "Die entscheidende Frage ist, wie aggressiv die USA Sekundärsanktionen gegen die wichtigsten Handelspartner des Iran - insbesondere China - durchsetzen werden", schrieb die Commerzbank.

Hierzulande treibt die Blockade der Straße von Hormus die Gaspreise in die Höhe. "Aus Anlegersicht dürften höhere Energiekosten die Margen energieintensiver Branchen in Europa belasten und die Wahrscheinlichkeit einer restriktiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank weiter erhöhen", schrieb am Morgen Deutsche-Bank-Anlagestratege Ulrich Stephan.

Veröffentlicht wird am Vormittag der Ifo-Index, der als wichtigstes deutsches Konjunkturbarometer gilt. Die Ökonomen der Landesbank Helaba rechnen mit einem weiteren Anstieg, auch wenn das Februarniveau vor dem Nahost-Krieg noch nicht wieder erreicht werden dürfte. "Die Verbesserung der Stimmungslage in der deutschen Wirtschaft ist positiv zu sehen, allerdings besteht zu Euphorie kein Anlass", so die Experten. Dürre und Niedrigwasser sowie die anhaltenden geopolitischen Risiken auch mit den erhöhten Ölpreisen blieben als Belastungsfaktoren bestehen.

Vor den Nvidia-Zahlen versuchen sich Chipwerte am Dienstag nach ihrem schwachen Vortag zu stabilisieren. Infineon und Suss Microtec zogen auf Tradegate vorbörslich jeweils um etwas mehr als 1 Prozent an zum Xetra-Schluss. Der KI-Boom hält an. Die UBS hob ihre Prognose für weltweite KI-Investitionen 2027 auf 1,2 Billionen US-Dollar an.

Auch Siemens Energy dürften wieder etwas Boden gut machen mit plus 1,6 Prozent auf Tradegate. Händler verwiesen auf einen Bloomberg-Bericht, wonach der Konzern Goldman Sachs beauftragt hat, einen möglichen Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung am Dampfturbinengeschäft vorzubereiten. Die Pläne für einen Verkauf seien allgemein bekannt, sagte ein Börsianer. Doch die hohen Wertindikationen bei über 10 Milliarden Euro dürften zumindest eine positive Reaktion auslösen.

Der Arzneihersteller Dermapharm legte endgültige Zahlen für das erste Halbjahr vor und bestätigte erneut die Prognose für 2026. Der Kurs stieg vorbörslich auf Tradegate bei allerdings dünnem Handel um 1 Prozent zum Xetra-Schluss.

Für die Titel des Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer ging es auf Tradegate um 7 Prozent abwärts, nachdem Interims-Vorstandschef Uwe Röhrhoff von seinem Posten zurückgetreten war./ajx/mis